Sportwetten – sportliche Faszination und existenzielles Leid dicht verwobenOder deutlicher: In Deutschland fließt 100-mal so viel Geld in die Werbung für Glücksspiel als in die Prävention“, ergänzt Blienert. Dass Branchenunternehmen verstanden haben, dass Werbung wirkt, belegen Zahlen von Nielsen Media Research: Zu Großereignissen wie Welt- und Europameisterschaften legen einzelne Wettanbieter in den zwei Monaten vor und nach dem Event nochmals eine „echte Schippe oben drauf“ – bis zum zehnfachen ihres normalen Werbebudgets. Kurz und knapp:Nur Spieleanbieterinnen und Spieleanbieter, die eine Erlaubnis für die Durchführung von Glücksspiel haben, dürfen für ihr legales Glücksspielangebot werben. Hinsichtlich der Art und Weise, wie geworben werden darf, bestehen ebenfalls Einschränkungen: Glücksspielwerbung darf nicht suggerieren, dass Spielerinnen und Spieler Einfluss auf Glücksspiele nehmen können. Direkt vor oder während der Live-Übertragung von Sportereignissen ist es nicht zulässig, auf dem übertragenden Kanal Werbung für Sportwetten auf dieses Sportereignis auszustrahlen. Wenn Sie Hinweise darauf haben, dass ein legaler Glücksspielanbieter oder eine legale Glücksspielanbieterin gegen diese Vorgaben verstößt, können Sie dies der zuständigen Stelle melden. Sie können auch melden, wenn Sie Hinweise darauf haben, dass eine Person für illegales Glücksspiel wirbt. Aktuelle KurzmeldungenRelevanz haben Hinweise zu Glücksspielwerbung zum Beispiel im Bereich Pferde- und Sportwetten, Lotterien, Online-Poker sowie virtuelle Automatenspiele. Die Bearbeitungszeit beträgt 4 bis 8 Wochen. Niedersächsisches Ministerium für Inneres, Sport und Digitalisierung - Glücksspielaufsicht in der Rolle der formalen Sichtung und Freigabe (begleitende Fachbehörde im Umsetzungsland). In der Rolle der inhaltlichen Verantwortung ist die Gemeinsame Glücksspielbehörde zuständig. Sie haben nachvollziehbare Hinweise auf unzulässige Glücksspielwerbung. 3. ZusammenfassungEinen Hinweis können Sie online oder schriftlich abgegeben und auf Wunsch vollständig anonym bleiben. Wenn Sie Ihren Hinweis online übermitteln wollen: Ihren Hinweis zum Schwerpunkt Werbung bei erlaubtem oder unerlaubtem Glücksspiel beschreiben Sie kurz und prägnant im Hinweisgeber-System. Sie erhalten vom System nach Versand Ihres Hinweises eine Referenznummer, die Sie verwenden können, um ergänzende Informationen an die zuständige Behörde online oder postalisch zu übermitteln. Das Hinweisgebersystem bietet Ihnen die Möglichkeit, ein anonymes Postfach einzurichten. In diesem Postfach wird der abgegebene Hinweis und gegebenenfalls Ergänzungen gespeichert und die zuständige Behörde kann Ihnen hierüber Rückmeldungen zukommen lassen. Da werden aus 15 Millionen kurz 30 Millionen Euro und aus 300.000 Euro auch drei Millionen. Die Werbeausgaben werden zum Beispiel zwei Monate vor dem Sportevent um fast 80 Prozent erhöht und einen Monat davor nochmals um 30 Prozent; das belegen Zahlen aus 2018 und 2021. September 2010Hinweise können Sie grundsätzlich auch formlos schriftlich an die zuständige Behörde übermitteln. Sofern Sie als Hinweisgeber/-in vollständig anonym bleiben möchten, müssen Sie darauf achten, dass Ihre Angaben oder Datei-Uploads keinerlei Rückschlüsse auf Ihre Person zulassen. Das Hinweisgebersystem ist nicht geeignet, um polizeiliche Anzeige zu erstatten. Die Zuständigkeit liegt bei der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder. Bei dem Online-Dienst handelt es sich um ein Hinweisgebersystem. 1. Wirtschaftliche Bedeutung des GlücksspielsSie können darüber keine polizeiliche Anzeige erstatten. In Rolle der formalen Sichtung und Freigabe (begleitende Fachbehörde im Umsetzungsland) ist das Niedersächsische Ministerium für Inneres, Sport und Digitalisierung zuständig. Für Hinweisabgaben über den Online-Dienst inhaltlich zuständig ist die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder. Blienert: „Müssen Prävention in allen Bereichen stärken, gerade wenn es um Suchtgefahren geht“ Fans fiebern mit ihrem Team mit, feiern Siege und trauern alle gemeinsam bei Niederlagen. Dieses positive Image macht Sportereignisse attraktiv für die Werbebranche, insbesondere unter Sportwettanbietern. Warum steht Glücksspielwerbung in der Kritik?Die Verlierer sind Menschen mit einer Glücksspielstörung, die erst mit ihrem Geld und dann mit ihrer Gesundheit bezahlen – das widerspricht dem üblichen positiven Image des Sports. Werbung wirkt: für Lippenstift, den neuesten Markenpulli ebenso wie für Alkohol, Tabak und Sportwetten. Nur warten die letzten drei mit besonderen Risiken für Mensch und Gesundheit auf. Werbung führt nach Stand der Forschung zu mehr „Konsum“ oder setzt zumindest einen höheren Anreiz, etwas Auszuprobieren. Bei riskant Spielenden sind es sogar neun von zehn. Inzwischen leiden mindestens 1,3 Millionen Menschen zwischen 18 und 70 Jahren an einer Glücksspielstörung. SPD-Mann Blienert kritisiert „abenteuerlichen“ FDP-PlanHier geht es um die Gesundheit vieler Fans. Gerade für Sportwetten scheint die Werbung omnipräsent: Ob Weltmeisterschaft, Europameisterschaft oder einfach nur Bundesliga – mittlerweile ist kaum ein Fußballspiel ohne Werbung für Sportwetten. Allein in Deutschland verlieren Spielende mehr als 1,4 Milliarden Euro jährlich bei diesen Wetten. Wie groß ist die Dimension, wenn wir von Sportwettenwerbung sprechen? Diese Frage hat sich die Forschungsstelle Glücksspiel an der Universität Hohenheim gestellt und elf Spiele der Fußball-Europameisterschaft vom vergangenen Jahr genauer unter die Lupe genommen. Vorgaben für GlücksspielwerbungFür den gleichen Zeitraum hat sie die Social Media-Werbung von zehn legalen Wettanbietern analysiert. Die Auswertung verdeutlicht exemplarisch, wie massiv Werbung während der Fußball-Europameisterschaft 2024 gezeigt wurde: Rund um die Übertragung eines Fußballspiels wurde summiert etwa 15 Minuten lang – die Länge einer Halbzeitpause – für Glücksspiel geworben, zumeist auf der Stadionbande. Die Bande zeigte überwiegend Logos eines Sportwettenanbieters in voller Bildschirmbreite. „Aufhorchen lassen auch Art und Umfang der Werbung auf Social Media, die sich von Haus aus eher an ein jüngeres Zielpublikum richten. Die Forschungsergebnisse zeigen einen fließenden Übergang zwischen Information cas casino seiten österreich und Werbung, der insbesondere für Kinder und Jugendliche problematisch sein kann,“ sagt Steffen Otterbach von der Forschungsstelle Glücksspiel an der Universität Hohenheim. Jeder dritte davon nimmt an Live-Sportwetten teil.
Der Bundesgerichtshof hat bereits mit Urteil vom 22.07.2021 deutlich gemacht, dass ohne eine gültige Lizenz Online-Glücksspiele in Deutschland verboten sind. Dementsprechend sei auch die Fernsehwerbung für illegale Glücksspiele nicht erlaubt, so der BGH. Trotz dieses Verbots hatte es immer wieder Werbung im Fernsehen für Online-Glücksspiele gegeben.
Inzwischen kann die Werbung erlaubt sein, wenn die Anbieter eine entsprechende in Deutschland gültige Lizenz besitzen. Darauf wird in der Regel in den Werbespots hingewiesen (Whitelist). „Der BGH machte deutlich, dass nicht nur die Werbung, sondern eben auch die beworbenen Online-Glücksspiele unzulässig waren. Für die Spieler bedeutet das, dass sie ihr verlorenes Geld zurückverlangen können, weil die Spielverträge nichtig sind und die Betreiber der Online-Casinos keinen Anspruch auf das Geld haben“, sagt Rechtsanwalt István Cocron, CLLB Rechtsanwälte. Vor dem BGH ging es um Fernsehwerbung für illegale Online-Glücksspiele, die unter Domains mit der Endung .de angeboten wurden. Konkret ging es um die Webseiten und Die Domains waren auch jeweils über eine .com-Endung in deutscher Sprache aufrufbar, auf die die User weitergeleitet wurden. Eine erforderliche, in Deutschland gültige Lizenz lag für die Glücksspielangebote nicht vor. Der BGH folgte der Argumentation des Klägers, dass die Werbung wettbewerbsrechtlich unzulässig ist, da für Glücksspiele geworben wurde, die in Deutschland verboten waren.
Der beklagte Medienkonzern habe für die Ausstrahlung der Werbesports jedoch nicht einzustehen.
Der BGH führte weiter aus, dass im Glücksspielstaatsvertrag Verbote bzw. Beschränkungen für die Bewerbung von Glücksspielen geregelt sind. Sonderfall Schleswig-Holstein„Auch ist die Zahl von bis zu knapp 200 Posts pro Anbieter in diesem Zeitraum sehr hoch.“ Der Beauftragte der Bundesregierung für Sucht- und Drogenfragen Burkhard Blienert sieht das Werbevolumen beim Glücksspiel genauso kritisch wie in den anderen Feldern: „Am Ende waren es bei der Euro 2024 die Fans, die für ein Milliardengeschäft die Zeche gezahlt haben – erst mit ihren Spieleinsätzen und später auch mit ihrer Gesundheit. Ein Mittel gegen Sucht ist gute Prävention“, bekräftigt der Bundesdrogenbeauftragte. Was ihn umtreibt, ist, „dass der Staat den Wettanbietern ein wenig wie David gegen Goliath gegenübersteht, vergleicht man Werbebudget und Präventionsausgaben. Dabei wissen wir seit Jahren, was zu tun wäre und dass wir in allen Bereichen, weit über das Glücksspiel hinaus, deutlich mehr Prävention brauchen, angefangen bei engen Grenzen für die Werbung.“ „Wir müssen, wenn es um Suchtgefahren geht, endlich vor die Welle kommen. Nur pumpen die Wettanbieter bisher hunderte Millionen in Werbung, während im staatlichen Präventionsbudget nur ein minimaler Teil dieser Summe steckt. Diese Bestimmungen seien als Marktverhaltensregeln zum Schutz der Spielteilnehmer i.S. § 3a UWG (Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb) zu sehen. Die Bedingungen für Online-Glücksspiele in Deutschland wurden zwar zum 1. Juli 2021 etwas gelockert. Bis dahin war nach den Bestimmungen im Glücksspielstaatsvertrag Werbung für öffentliche Glücksspiele im Fernsehen bis auf wenige Ausnahmen für Lotterien oder Sport- und Pferdewetten verboten. Seit dem 1. Juli 2021 sei die Werbung im Fernsehen für Online-Glücksspiele zwar erlaubt, allerdings müsse der Anbieter der Online-Glücksspiele dann über eine in Deutschland gültige Lizenz verfügen, so der BGH. Die Karlsruher Richter machten weiter deutlich, dass sie die unter den Domains abrufbaren Glücksspielangebote für unzulässig halten, wenn die Betreiber nicht über eine in Deutschland erforderliche Konzession verfügen. Folglich dürften sie auch nicht beworben werden. „Der BGH hat damit deutlich gemacht, dass Online-Glücksspiele in Deutschland ohne eine gültige Lizenz verboten sind. Damit können Spieler, die Geld bei illegalen Glücksspielen verloren haben, ihr Geld zurückfordern.
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